Künstlersozialabgabe – Welche Rechnungspositionen unterliegen der Abgabepflicht

 

Für welche Positionen auf einer Rechnung muss die Künstlersozialabgabe gezahlt werden?

 

Ausgangspunkt für die berechnung

 

Grundsätzlich ist der Ausgangspunkt der Berechnung wie folgt: Alle Rechnungen (ohne Mehrwertsteuer) die für künstlerische oder publizistische Leistungen von selbständigen Künstlern und Kreativen innerhalb eines Kalenderjahres gestellt wurden.

 

Häufig stellt sich allerdings die Frage, welche konkreten Rechnungspositionen denn abgabepflichtig sind.

 

Im Prinzip zählen alle Kosten zum abgabepflichtigen Entgelt, die in der Rechnung des Künstlers aufgeführt werden.

 

Das bedeutet, dass auch Nebenkosten oder Fremdkosten (z.B. Mietkosten, Kosten für Hilfskräfte oder Equipment u.ä.) zur Berechnungsgrundlage addiert werden. 

 

Selbst wenn der Künstler Rechnungen von Dritten nur quasi eins zu eins „durchreicht“, gehören diese zum abgabepflichtigen Entgelt, soweit der Künstler diese Dritten selber beauftragt hat und keine unmittelbaren Vertragsbeziehungen zum abgabepflichtigen Auftraggeber bestehen.

 

Beispiele zur Abgabepflicht

 

 

Abgabepflichtig ist zunächst alles, was der Künstler oder Publizist als Entgelt erhält.

Dazu gehört, z.B.:

  • Gagen & Honorare
  • Tantiemen & Lizenzzahlungen
  • Sachleistungen
  • Ersatz für Auslagen
  • Materialkosten, Fremdkosten & Transportkosten

 

Nicht abgabepflichtig sind zum Beispiel:

  • Die ausgewiesene Umsatzsteuer
  • Alle Zahlungen an juristische Personen wie GmbH, UG, AG, e.V. etc.), an KG oder OHG
  • Die Zahlungen an Verwertungsgesellschaften (z.B. GEMA, VG Bild-Kunst, VG Wort)
  • Jegliche steuerfreie Aufwandsentschädigungen
  • Reisekosten (in den Grenzen des Steuerrechtes) soweit diese konkret nachgewiesen sind (also nicht pauschal abgerechnet wurden)

 

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