Künstlersozialabgabe


Ich bin als Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht auf Lösungen rund um die Künstlersozialabgabe spezialisiert. Ich berate und vertrete Gesellschaften (GmbH, GmbH & Co. KG, KG, GbR) und deren Gesellschafter, genauso wie Steuerberater und Vereine.

 

Meine Vertretungs- und Beratungsschwerpunkt sind hier z.B.:

  • Was fällt unter die Künstlersozialabgabe?
  • AnhörungWiderspruch und Gerichtsverfahren gegen Künstlersozialkasse & Deutsche Rentenversicherung.
  • Geschäftsführergehalt und KSK-Abgabe.
  • KSK-Abgabe bei Gesellschaften wie GmbH, GmbH & Co. KG, UG, GbR und KG.
  • Beratung zur Gestaltung von Geschäftsmodellen.

Kontakt für eine Ersteinschätzung: 040 819 823 42

Oder E-Mail an: scholl@westermann-scholl.de


PHILIPP VITUS SCHOLL

RECHTSANWALT UND FACHANWALT FÜR URHEBER- UND MEDIENRECHT. PARTNER DER KANZLEI WESTERMANN & SCHOLL RECHTSANWÄLTE




die "ksk-abgabe"

 

Unternehmer, Gesellschaften oder Vereine, die Leistungen selbständiger Künstler/Publizisten in Anspruch nehmen, müssen dies der Künstlersozialkasse (KSK) melden und eventuell eine Abgabe an die KSK zahlen. Diese Abgabe beträgt zur Zeit 4,2 % (2022) des gezahlten Honorars.

 

Oft verlangt die KSK oder die DRV die Abgabe auch auf Zahlungen einer Gesellschaft (z.B. GmbH) an ihre/n Gesellschafter-Geschäftsführer (siehe unten).

 

Praktisch bedeutet das, dass fast jeder der Honorare an Künstler oder Kreative zahlt dieser Meldepflicht nachkommen muss.

 

Die Abgabe an die KSK muss gezahlt werden, wenn die Honorare eine Grenze von 450,- Euro pro Jahr überschreiten. 

 

Geht es um Veranstaltungen oder Aufführungen müssen außerdem mehr als drei solche im Jahr stattfinden, damit grundsätzlich Abgabepflicht besteht.

 

Diese Grenzen werden Geringfügigkeitsgrenze genannt.

 

Mehr Infos zur KSK-Abgabe im Allgemeinen gibt es im Blog-Artikel: "Grundlagen der Künstlersozialabgabe".

 

Früher wurde fast ausschließlich durch die Deutsche Rentenversicherung geprüft, ob diese Pflicht eingehalten wird. Die Künstlersozialkasse führt mittlerweile vermehrt selber Prüfungen durch.

 

Es gibt hier zahlreiche Dinge zu beachten, aber auch einige gute Möglichkeiten mit dieser Situation umzugehen. Gesetz und Rechtsprechung kennen zahlreiche Ausnahmen  (z.B. bei Zahlungen an Gesellschaften wie GmbH und KG).

 

Ich vertrete und berate seit über 8 Jahren UnternehmerSteuerberater und Vereine bei Fragen und Problemen im Zusammenhang mit der Künstlersozialabgabe. 

 


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künstlersozialabgabe bei einkünften von Gesellschafter/innen

 

Unter Umständen muss eine Gesellschaft (GmbH, GmbH & Co. KG) auf die Zahlungen die diese an ihre Gesellschafter-Geschäftsführer leistet auch die KSK-Abgabe in Höhe von 4,2 % abführen.

 

Entscheidend ist hierbei:

  • Ist die Gesellschaft überwiegend im Kreativbereich tätig?
  • Ist der Geschäftsführer im sozialversicherungsrechtlichen Sinne selbstständig tätig?
  • Hat der Geschäftsführer die geistige Oberleitung über die kreativen Prozesse?
  • Wie ist die Organisation der kreativen Abläufe in der Praxis gestaltet?

Genaueres hierzu in meinen Artikeln:

 

Dieser Bereich ist zwar durchaus komplex, jedoch gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, die vom Bundessozialgericht (BSG) anerkannt werden.

 

Die Rechtssprechung des BSG ist nicht so zwingend wie es KSK und DRV in ihren Verfahren gerne behaupten.

 


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Die Prüfverfahren der KSK und DRV

 

Sowohl die Künstlersozialkasse selber als auch die Deutsche Rentenversicherung prüfen regelmäßig stichprobenartig, ob die Abgabepflicht von Unternehmern bzw. Unternehmern erfüllt wird. Die Prüfung erfolgt in der Regel für 4 -5 Jahre rückwirkend.

 

Hierzu haben diese Behörden eine entsprechende Prüfungskompetenz und können sich Einblick in die gesamte Buchhaltung verschaffen. Anschließend wird dann meist ein Anhörungsverfahren (nach § 24 SGB X) durchgeführt.

 

Die KSK führt hierzu eine sozialversicherungsrechtliche Überprüfung der Gesellschaft und der Gesellschafter durch.

 

Sollte sich nach Ansicht der Behörde herausstellen, dass eine Abgabepflicht besteht, die nicht erfüllt wurde, wird ein Bescheid erlassen, der für den gesamten Prüfungszeitraum eine Nachzahlung der Künstlersozialabgabe festsetzt.

 

Gegen eine solchen Bescheid kann Widerspruch eingelegt werden. Gegen einen Widerspruchsbescheid der Behörden ist die Klage beim zuständigen Sozialgericht möglich.

 

Wir unterstützen:

  • Im Anhörungsverfahren (meist Anhörung gemäß § 24 SGB X (evtl.) i.V.m. § 27 KSVG)
  • Im Widerspruchsverfahren (Widerspruch gegen einen belastenden Bescheid).
  • Bei der Klage vor dem Sozialgericht.
  • Bei Berufung zum Landessozialgericht (LSG) und Revision zum Bundessozialgericht (BSG).

 


 

Weitere Details finden sich in unserer Zusammenstellung von "KSK-Urteilen" des Bundessozialgerichts (BSG) und weiterer Gerichte sowie in den BLOG-Artikeln.

 

Zum Beispiel zu den Themen:

 

  • Welche konkreten Rechnungspositionen unterliegen der Abgabepflicht? (BLOG-Artikel)
  • Keine KSK-Abgabepflicht bei Zahlungen an GmbH, UG oder KG (BSG Urteil vom 12.08.2010)
  • Abgabepflicht auf das Gehalt von Geschäftsführern einer GmbH (BSG Urteil vom 16.04.1998)
  • Anforderungen an Abgabebescheid bei organisatorisch abgrenzbaren Unternehmensbereichen (BSG 21.06.2012)
  • Wann muss für Moderatoren oder Redner KSK-Abgabe gezahlt werden? (BLOG-Artikel)

 


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